Willst du was erzählen, mach eine Reise...

Dienstag, 30.04.2013

Hallo!

Langsam wird es zu einer schlechten Angewohnheit von mir nicht mehr oft genug etwas zu schreiben.
Heute ist einer der Tage, an denen ich mich mal zusammenreißen konnte. Was habe ich also seit dem letzten Eintrag gemacht? 

Ich war in Kapstadt! Eine tolle Stadt vollgepackt mit Sehenswürdigkeiten, Restaurants, internationalen Studenten aus PE und nicht zu vergessen, deutschen Renter-Reisegruppen. Letztere sind wirklich überall...
Was kann man also in Kapstadt konkret machen? Wir waren zuerst im Casino. Klingt komisch, aber nachdem wir am späten Vormittag angekommen sind, und uns ausgiebigst vom Treppensteigen in den sechsten Stock unseres Hostels erholen mussten, kam das Casino gerade recht.
Backpackers mit Dachterrasse? - Gerne!
Was afrikanische Spielsuchtanstalten von anderen die ich bisher gesehen habe unterscheidet ist, dass Kinder ausdrücklich erwünscht sind. 
Es gibt einen eigens auf Kinder abgestimmten Bereich in dem, ihr könnt es euch nicht vorstellen, Kinder ihr Taschengeld oder das ihrer Eltern im Eilgang verzocken. 
Spielsucht wird hier noch zur Volkskrankheit.
Unsere nächste Unternehmung war eine Stadtrundfahrt in einem roten, zweistöckigen Cabrio-Bus. Dieser fährt einen für 150 Rand pro Ticket bis 17 Uhr durch die Stadt und macht hier und da an ausgewählten Sehenswürdigkeiten einen Halt.
Wer aussteigen möchte, kann das tun und steigt in den 20 minuten später ankommenden Bus wieder ein. 
Das Two-Oceans-Aquarium an der Waterfront ist nicht so berauschend, wie der Name es verspricht. Trotzdem ist es einen Besuch wert. Besonders wenn man Student ist und damit für umgerechnet knapp 9 Euro hinein darf.
Two-Oceans-Aquarium
Wer hat den Tafelberg noch nicht auf einer Postkarte gesehen? Schön und gut, aber in der Stadt zu stehen, und sich diesen Koloss anzusehen wird nur noch von dem Blick auf die Stadt übertroffen, den man von einem der zahlreichen Trampelpfade hat, die sich den Berg hinaufschlängeln.
Der Blick nach unten hinaufschlängeln...!
Je nach Fitness braucht man für den Aufstieg zwischen einer und zweieinhalb Stunden, und den besten Blick hat man wirklich von unterwegs.
Wer jetzt denkt dass Hochlaufen so anstrengend und Runterlaufen viel angenehmer sein müsste ist auf dem Holzweg. Hochlaufen ist anstrengend, aber Runterlaufen schmerzhaft und nach meiner Erfahrung nicht empfehlenswert.
Oben auf dem Tafelberg kann man dreierlei Dinge tun. Man gönnt sich in der Nähe der Gondelstation (eine Fahrt hoch oder runter kostet ca. 100 Rand) ein Eis oder Getränk, oder man genießt den traumhaften Ausblick auf Kapstadt und die umliegenden Vororte. Die dritte Möglichkeit ist sich an den wilden Felsformationen zu erfreuen, auf und zwischen denen man klettern und springen kann ohne zu bemerken wie weit oder lange man unterwegs war.
Ohne irgendwelche Zweifel steht fest welche der Attraktionen ich gewählt habe.
Springen, und... ... klettern
Der folgende Tag in Kapstadt verlief entsprechend unserer Muskelkater und Weh-Wehchen, den Sonnenbrand nicht vergessend ruhig, schattig und gesittet.
Man hört immer, wenn man in Kapstadt sei, und auf den Tafelberg möchte soll man die Chance nutzen wenn sich mal keine Wolke davorschiebt, und alles Andere stehen und liegen lassen. Das stimmt...
Tafelberg wenn mal schlechtes Wetter ist...

Weiter ging meine Reise nach Simonstown und das Kap der guten Hoffnung.
Ganz emotionslos betachtet ist das Kap einfach nur eine Klippe am Ende einer Landzunge mit zwei Leuchttürmen. Und die sind nichtmal Rot-Weiß gestreift... ;-)
(Man kommt übrigens nur gegen eine Gebühr von 90 Rand auf diese Landzunge.)
Auf der anderen Seite ist es ein faszinierendes Plätzchen wenn man bedenkt wie wichtig diese kleine Ecke für den Handel und die Schiffe mal war. 
Auch hier gilt: Mehr deutsche Touristen als alle anderen zusammen. 
Kap der guten Hoffnung Ganz so langweilig war es doch nicht Die Reisegruppe Kapstadt

Simonstown hat leider nicht viel zu bieten. Die Hauptattraktion ist ein Strand, an dem Pinguine mehr oder weniger freiwillig und natürlich leben und nisten. (Eintritt 45 Rand)
Wirklich schade ist es, dass in dieser Ecke Südafrikas alles zu einer Geldmaschine umfunktioniert wird.

Gaansbay war mein nächster Stop auf der Reise zurück nach PE. Hier gibt es nix.
Und das meine ich so wie ich es sage. Um 17 Uhr werden die Bürgersteige hochgeklappt und hoffentlich hat man bis dahin alles zuhause was man braucht.
Highlight in Gaansbay
Die einzige Ausnahme, und der Grund für unseren Besuch dort, ist das Angebot für Sharkdiving, also Hai-tauchen. Dabei wird ein Stahlkäfig zum größten Teil ins Wasser hinab gelassen, und man kann dann in den Käfig steigen und warten bis sich Haie rund um diesen tummeln.
Besonders natürlich die großen Weißen, von denen es hier eine ganze Menge geben soll.
Gesehen habe ich leider keinen.
Aufgrund von schlechtem Wetter sind wir nicht einmal in die Nähe des Wassers gekommen.

Von hier aus ging es noch weiter richtung Süden. Bis Afrika einfach irgendwann aufhört.
Hier wird das Meer dann in Indischer Ozean und Atlantischer Ozean aufgeteilt, und man ist so weit im Süden, dass es schon wieder kalt wird.
Weiter südlich geht es in Afrika nicht und kalt war es wirklich

Hogsback war eines der Erlebnisse mit Aha-Effekt.
Zum einen "Aha, Wandern kann richtig lustig sein.",
zum anderen "Aha, wer den Weg verlässt muss sich durch Dornenbüsche schlagen.".
In Hogsback haben wir unsere Zelte in einem Backpackers irgendwo im Nirgendwo aufgeschlagen. Das ist wortwörtlich gemeint, da Hogsback selbst schon als sehr abgelegen gilt, und das Backpackers noch einmal 10 Minuten Fahrt in Richtung Wildnis fordert. Was einen dort erwartet sind ein Ausblick der Seinesgleichen sucht und absolute Ruhe. Laut Reiseführer schneit es in Hogsback in 11 aus 12 Monaten, aber das kann ich mir nur schwer vorstellen.
Ein beschwerlicher Weg Führt zu diesem Wasserfall und von oben hat man einen tollen Blick Unser Backpackers

Endlich wieder zurück in PE geht hier der Alltag wieder los.
Hier ein wenig arbeit, dort ein bisschen Freizeit. Letzte Woche fand hier der Ironman statt. Um 7 Uhr morgens ging es los, und eine Horde verrückter Sportler machte sich auf den Weg über 4km Schwimmen, 180km Radfahren und einen ganzen Marathon, um dann zwischen 8 und 16 Stunden später völlig erschöpft ins Ziel zu stolpern.
Das schöne an dieser Veranstaltung war, dass die ganze Stadt abgeriegelt war. Autofahren völlig nutzlos, weil sogar Ein- und Ausfahrtstraßen gesperrt waren.
Und halb PE versammelte sich an der Hauptstraße um einen Tag lang den Ausnahmezustand zu genießen.
Ein Erlebnis wie in Deutschland zur WM Zeit 2006...
Pünktlich um 7 Uhr morgens... ...geht es los!

Die Uni-Fußball-Liga hat mich jetzt erwischt. Nein ich spiele nicht selbst. Aber ich habe mit 2 Siegen aus 2 Spielen eine tadellose Bilanz als Anbrüller und Herumscheucher.
So verbringe ich jetzt meine Sonntage auf dem Fußballfeld und übe mich im Fußballjargon in englischer Sprache. 
Die UniLiga... ...ist ein hartes Pflaster Torschusstraining

Mittlerweile war ich sogar mal wieder beim "Ethiopian Restaurant" und kann daher endlich das lang versprochene Bild nachliefern.
Eine Platte für 3 Personen... Kaffee inklusive!

Als nächstes Ziel sind ein Tauchkurs und Hai-Tauchen angesetzt. Was mich bis dahin aber alles noch erwartet, seht ihr nach der nächsten undefinierbar langen Schreibblockade.

Liebe Grüße Aus dem immernoch sonnigen und mediterran warmen Port Elizabeth.

Liebe Grüße vom Kap

lang, lang...

Montag, 25.03.2013

...ist es her dass ich das letzte mal geschrieben habe. Dafür muss ich mich entschuldigen. Eine Weile ist nichts besonderes passiert, und danach gleich so viel,
dass ich garkeine Zeit hatte etwas zu schreiben.

Aber zu eurem (Un-) Glück habe ich wieder einige coole Sachen erlebt, die euch teilweise sogar neidisch machen werden. Aber da die Einladung mich hier zu besuchen für jeden steht, habe ich keine Skrupel euch zu erzählen was ihr so alles verpasst...

...wird aufgrund der langen Zeit die vergangen ist auch dieser Beitrag. Also räumt euch eine halbe Stunde Zeit im Kalender frei, bevor ihr weiterlest... ;-)

Im letzten Beitrag habe ich angekündigt Paintball spielen zu gehen.-Das war ich auch!
Und ich muss sagen, ich hab
e es mir ein bisschen anders vorgestellt. 
Nachdem mir alle einen Bundeswehrvorteil zugesprochen hatten, habe ich das
auch irgendwann geglaubt.
Aber fehlanzeige!
 Mit den "Gewehren" und dem Gasdruck mit dem wir gespielt haben,
war neben Glück höchstens Paintballerfahrung etwas wert.
Mit einer maximalen Reichweite von ca. 20m, wobei die Murmeln nur noch in einer
Entfernung von maximal 5-6m zum Ziel platzen, wird es wichtig klein,
flink und geduldig zu sein.
Keine dieser Eigenschaften ist eine meiner Tugenden...
Kein Wunder also dass ich eher in Richtung der Felder gedrängt habe,
die auch größeren Leuten Deckung gaben.Allgemein war alles da was man braucht.
Reifenstapel, Wald, improvisierte Häuser und vieles mehr. 
Schade nur dass niemand wirklich fürchten muss getroffen zu werden,
da selbst der Händedruck eines geübten Schreibtisch-Tigers stärkere Spuren
hinterlässt.
 Trotzdem waren die 8 Euro, die ich investiert habe keine Verschwendung.
Wir waren satte 4 Stunden beschäftigt und hatte
n mächtig spaß daran uns Taktiken
zu überlegen, die dann ohnehin niemals funktioniert haben.
 (Bilder folgen in Kürze)

...kann es dauern nach Hause zu kommen.
Denn am gleichen Abend noch war Rugby angesagt.
Nicht dieses Kindergartenrugby mit den Hochschulteams, die sich eher auf dem
Boden wälzen, sondern echtes Profi (die bringen sich noch gegenseitig um) Rugby. 
Wer taktisch perfektionierte Brutalität in Reinform erleben will, muss das live
gesehen haben!
Wenn einer der Spieler am Boden liegt, weil er einen Ellenbogen mit voller Wucht
ins Gesicht bekommen hat, dann liegt der da halt und die meisten passen auf
,
nicht nochmal drauf zu treten. 
Das Stadion war komplett ausverkauft, und fast alle internationalen Studenten
die ich kenne sind für 4 Euro dort hin gegangen um das Spiel zu sehen!
Vielleicht lag das auch daran, dass in diesen 4 Euro noch ein Stadionbier enthalten
war, das in Dosen mit einem abgefahrenen Spezialverschluss verkauft wurde.
Leider ist die Infrastruktur um das wunderschöne
Nelson Mandela Stadion nicht für so viele Besucher ausgelegt, und so kam es
wie es kommen musste.
 Ein Stau der Superlative direkt vor dem Stadion.
Und das obwohl die Leute hier schon mit 12 Leuten in einem Pickup für 5 Personen
sehr effektive Fahrgemeinschaften haben... 
 
  Voll bis auf den letzten Platz Stadionatmosphäre

...dauert es nicht mehr bis es Winter wird. Das merkt man zum Teil daran, dass man nur noch ein T-shirt am Tag braucht, zum anderen aber auch am Wind.
Möwen haben ersthafte Probleme in Richtung Meer zu fliegen, läuft man am Strand entlang fühlt es sich an als stünde man in einer Sandstrahlkammer.
Das ist Gott sei Dank nicht immer so, aber es wird häufiger.
Bevor ihr jetzt anfangt zu sagen "bei uns wird es besser", hier sind es trotzdem meistens noch deutlich über 25°C.
Auf dem Weg zum Bungy-Sprung
Ich hatte euch ja versprochen noch Bilder von dem "Ethiopian Restaurant" zu schicken. Leider hatten die Probleme mit ihrem Koch und ich konnte bisher noch nicht wieder dort schlemmen. 
Aber ich finde ja immer eine Möglichkeit mir selbst etwas Gutes zu tun.
Deshalb nehme ich zur Zeit Yoga-Stunden bei einem der amerikanischen Internationalen. Zum Glück kann ich das nicht von außen beobachten, aber es sieht sicher zum schreien aus.
Trotzdem ist es sehr entspannend für den Moment und fördert zugleich den Muskelkater für den nächsten Tag.
Man soll ja alles ausprobieren...

Erfahrungen mit einem Citigolf gefällig? Das ist ein Golf 1 mit Klimaanlage und Golf 2 Interieur. 
Dass ihm Servolenkung und höhenverstellbares Lenkrad fehlen, gleicht er
mit dem Charme aus, den nur ein Auto mit Choke versprühen kann.
Sehr störend dagegen kann die serienmäßig nachgerüstete Alarmanlage sein,
die immer wieder unberechenbar und gleichgültig ob der Tages- oder Nachtzeit
einfach losgeht, sobald man sich dem Auto nähert.
Und genau so einen habe ich mir von der Uni ausgeliehen, um damit zur Arbeit zu kommen.
Ja, ich arbeite mittlerweile - hin und wieder - ein bisschen. Nur nicht zu viel zumuten.

 ...dauert es surfen zu lernen. Ich habe mir von einem Kumpel die groben Züge zeigen lassen und das Ganze dann natürlich sofort ausprobiert.
Den Surfkurs lasse ich dann wohl lieber sein...
Nach 2 Stunden im Meer mit Blessuren über die man besser nicht spricht oder schreibt, habe ich das Brett vorerst einmal zurück an den Nagel gehängt.

 ...hat es gedauert um letzten Sonntag alle 27 Studenten meiner Unterkunft zusammen zu bekommen um das vielseitigste Büffet auf die Beine zu stellen, dass ich bisher gesehen habe. Deutschland, Norwegen, Schweden, Spanien, USA, Südafrika. Das sind nur die Nationen, die sich daran beteiligt haben. Es gab aber auch zum Beispiel indisch und mexikanisch.
Was mich besonders überrascht hat war, dass ausnahmslos alles unglaublich gut geschmeckt hat.
Da hat es nicht einmal gestört, dass nicht jeder eine Gabel und/oder ein Messer bekommen konnte. So viel Besteck haben wir hier offenbar nicht. 
Fast schon alles vorbei Und fast alle Teilnehmer 

Mittlerweile bin ich in mein neues Zimmer umgezogen. Kleiner, aber in ruhiger Lage mit eigenem WC und Dusche, lässt es sich viel besser nächtigen.
Bevor ihr jetzt denkt ich habe meine Adresse geändert, nein ich bin nur in ein anderes Haus auf dem selben Grundstück gezogen, weil mein altes Zimmer ein mit Pappwänden umzäunter Bereich zwischen Wohnzimmer und Wohnküche war.

...hat es gedauert bis ich endlich zum Seaview Game Reserve gekommen bin. Und das, obwohl man dort Raubkatzen streicheln kann. 
Am Ende sollten es 2 Tage zu lang sein. Denn zwei Tage bevor wir ankamen, wurde beschlossen dass die Tiger und Löwen zu groß für so etwas seien.
Und wer will schon Löwenbabys streicheln...? 
Da das mit 400 Rand aber auch ein sehr teures Vergnügen gewesen wäre, ist es nicht ganz so schwer darüber hinweg zu kommen. (Bilder wurden gelöscht)

...war die Fahrt nach Plettenberg Bay. Eigentlich sind drei Stunden Fahrt keine besondere Zumutung, aber da auf diesem Teil der Garden Route auf Überholspuren verzichtet wird, besteht die Aufgabe eines jeden Fahrers hauptsächlich darin, im Rückspiegel zu hängen und nach Autos ausschau zu halten, die gerne überholen möchten.
Das ganze läuft dann wie folgt ab:
Sobald einem das herannahende Auto nah genug erscheint, weicht man ihm auf den oft genug breit ausgebauten Seitenstreifen aus, wobei man versucht nicht in die Grasnabe zu geraten.
Ist das überholende Auto an einem vorbei, kann man das eigene Auto wieder auf die Fahrbahn und das rechte Auge wieder in den dazugehörigen Außenspiegel bringen.

Überholt man selbst, fährt der geübte Fahrer so dicht wie möglich auf den PkW auf, dessen Fahrer einen noch nicht bemerkt zu haben scheint.
(Der ungeübte Fahrer bleibt ewig hinter diesem PkW hängen)
Nachdem man den Vorausfahrenden auf den Seitenstreifen genötigt und ihn danach überholt hat, bedankt man sich mit einem kurzen aufblinken der Warnblinkanlage.
Einfach nett hier...

Plettenberg Bay selbst ist ein sehr hübsches, wenn auch nicht ganz günstiges Städtchen. Der Strand und die Einkaufspassage suchen ihresgleichen, zeigen einem aber auf unmißverständliche Weise, dass man in einer Touristenstadt gelandet ist.
Leider kann ich euch nicht allzu viel davon zeigen, da Verständnis- oder vielmehr Sprachprobleme am frühen Abend zum Verlust all meiner bis dahin aufgenommenen Bilder führen sollten.
Plettenberg Bay Innenstadt Eines der seltenen Bilder aus Plett 

Das Albergo, unser gemütliches, kleines Backpackers, liegt fast mitten in der Fußgängerzonen-ähnlichen Innenstadt. Die Bilder dürften in diesem Fall eine klare Sprache sprechen.
Das Albergo... ...in Plettenberg Bay Rezeption und Billardtisch Am ersten Tag war die Aussicht schöner Außenanlage im Albergo
So haben wir unseren ersten Tag, damit verbracht die tollen Wellen, das gute Wetter und die Sonne so richtig zu genießen.
Das war auch gut so, denn gutes Wetter wurde rar. Am Samstag hatte ich eine Reservierung für einen Bungy-Sprung von der höchsten Bungy Brücke der Welt. 
Als ich die Brücke allerdings dann gesehen habe, wie sie sich hoch über diesem nebelverhangenen Tal aufspannte, bin ich allerdings doch nicht gesprungen.
Sonntag erschien mir der bessere Tag für einen Bungysprung.
Termin verlegen kein Problem, Sonntag 10 Uhr war dann der Sprung.
Bungybrücke Bloukrans Anfänglicher Übermut Letzter Sicherheitscheck Absprung Der lange Weg nach unten
Die Frage des Tages, stellte mir der Sicherheitstyp, der mich zum Abgrund geführt hat:"Was geht dir gerade durch den Kopf?"
- Clever.
- Sogar noch intelligentere Antwort meinerseits:"Ob ich springen, oder mich nur falles lassen soll..."
Immerhin war der Tipp zu springen Gold wert.
Mein erster Gedanke nach dem Absprung:
"Das wird eine Weile dauern bis ich unten bin..." --> Ich bin einfach ein Genie.
...hat es dann auch gedauert. Das Seil hat gehalten, nichts tut weh, der Adrenalinstoß hält immernoch an, und ich muss das definitiv wiederholen!
Und wieder hochUnd höherIhr könnt euch die Erleichterung kaum vorstellen

...war die Geschichte bis hier hin. Ich habe mich bemüht unwichtige Dinge heraus zu filtern. Deshalb auch kein Blick in die Zukunft und nur eine kurze Zusammenfassung des heutigen Tages.
Heute war ich zum ersten Mal im Schwimmbad der Uni. "War nich so..."
Ansonsten bewölkt bei 17-20°C, leichter bis mäßiger Wind aus allen Richtungen  und Vorfreude auf das Treffen mit meinen Eltern am Mittwoch im
Addo Elephant Park.

Aus und vorbei. Meine Finger glühen und der Computer qualmt schon fast.
Ich hoffe euch gefällt was ihr seht.
Ich wünsche euch viel Glück mit eurem Sommerreifenproblem, besseres Wetter, und natürlich eine Gute Zeit.
Da sind sie alle aufgereiht

Mit viel Glück...

Freitag, 08.03.2013

Hallo Deutschland!

Was habe ich wieder mal erlebt?
Naja so langsam schleichen sich Lagerkoller und Alltag in meinen Urlaub ein.
Umso besser, dass ich ab nächster Woche richtig arbeiten kann.

Diese Woche hatten wir Besuch aus den USA. Dort war Springbreak und der wurde entsprechend gefeiert.
Wir haben jede Möglichkeit genutzt unter Leute zu kommen.
Rugby-Spiele, andere Studentenunterkünfte, Bars. Wir waren überall...
Das Wochenende wird allerdings nicht unbedingt entspannter.
Am Samstagabend gehen wir zum Super-Rugby Spiel im fast noch brandneuen Nelson Mandela Mega-Stadion.
Als ich meine Karte gekauft habe war das Stadion schon fast ausverkauft.
Macht euch also auf eine gute Geschichte und starke Bilder gefasst!

Bevor wir da hingehen gehen wir erst noch mit einer Gruppe von mindestens 15 Leuten Paintball spielen. Kostenpunkt ist 8 Euro p.P. Ohne schützende Protektoren. Die gibts für knapp 2 Euro extra zu mieten. Aber wer bitte gibt schon so viel Geld für Paintball aus?

Das Highlight der Woche war definitiv das Kragga Kamma Game Reserve und Sardinia Baai.
Kragga Kamma Sardinia Baai
Natürlich schulde ich euch eine Erklärung.
Einmal mehr sind wir losgezogen um ein Auto zu mieten. Sofort wurden wir durch die schlechte Nachricht ausgebremst es gäbe nur noch Autos in der mittleren (höheren) Preiskategorie.
Wie wir das Preisproblem gelöst haben? Später....
Das nächste Problem stellte sich uns in Form der Kaution in den Weg.
Man kann schließlich nicht 5000 Rand auf einer Kreditkarte einfrieren, auf der fast alles was da ist schon eingefroren ist. -> "Dann eben weniger."
Die Autovermietungen sind hier echt unkompliziert. Besten Dank dafür! Cool

Wir sind dann also mit unserem unverschämt riesigen Toyota Corolla aufgebrochen zum Kragga Kamma Game Reserve.
Für 50 Rand kann man sich so lange man möchte aus dem Auto heraus wilde Tiere ansehen.-> Aussteigen verboten!
Aussteigen verboten! Strauß, Strauß und Strauß Wasserstelle Wasserstelle die zweite
Zusätzlich bekommt man eine Broschüre um abzuhaken welche Tiere man gesehen hat.
Leider sind uns die Rhinos und Cheetas entwischt. Aber ich bin wirklich glücklich über unsere Ausbeute. Sogar den selten zu sehenden, aber oft zu hörenden "electric Butterfly"
haben wir gehört.
Das Fahren auf so einer, nennen wir es Straße, ist nicht ganz ohne aber sehr witzig.
Nennen wir es Straße Bok-Familie ohne Zoom
Nach einer Weile saßen alle Mitfahrer nur noch in den offenen Fenstern und haben geknipst was das Zeug hält.
Man kommt unwarscheinlich nah an alle möglichen Tiere heran. Aber nur wenn man die Klimaanlage deaktiviert. Komischerweise haben alle davor angst.
Hier gibt es etliche verschiedene Böcke Und Affen Mal wieder ich Bloß nicht die Klimaanlage anmachen Nah, sehr nah Einfach klasse so ein Zebra

Der Weg von PE nach Sardinia Baai kommt einem beim ersten Mal endlos vor. Glücklicherweise haben wir nicht umgedreht, sondern uns lediglich einmal verfahren. Dieser Strand ist echt einsame spitze!
Die Wellen die ihr auf den Bildern seht laufen tatsächlich aufeinander zu!
Toller Sand, sauberes Wasser und ein deutscher Imbissstand mit Currywurst im Angebot runden den ohnehin tollen ersten Eindruck ab.
Sardinia Baai  Blick in Richtung Sardinia Baai

Achja, wie haben wir das mit der viel zu hohen Automiete gemacht?
Sardinia Baai hatte nicht nur einen schönen Sonnenuntergang zu bieten, sondern auch noch 200 Rand im Gebüsch am Straßenrand für uns hinterlegt. Unfassbares Glück, dass wir genau an dieser Haltebucht gehalten haben und genau vor diesem Busch ein Foto geschossen haben...
So hat uns der ganze Tag mit Auto pro person nicht einmal 10 Euro gekostet.
Glück gehört eben auch dazu...
Danke Sardinia baai für die Hälfte der Automiete 

Heute war es die meiste Zeit angenehm bewölkt bei 25°C. Das hat mich dazu ermutigt eine Runde durch die Wildnis um die Uni herum zu joggen. Und ich glaube in Zukunft mache ich das öfter und nehme auch meine Kamera mit. Zwischen Zebras herum zu joggen gehört einfach festgehalten!
Ab montag geht das Arbeiten los und ich werde mich bemühen meinen nächsten Eintrag hier wieder etwas näher in der Zukunft zu verfassen.

Achja! Ich habe das ultimative Spielzeug gefunden und gekauft! Nachdem mich erst alle für meinen tenissballgroßen, schwimmenden Gummiball ausgelacht hatten, finden ihn mittlerweile einige toll und manche leihen ihn sich sogar aus. Die besten 8 Rand meines Lebens!

Hiermit hab ich meinen einzigen Job für heute erledigt, lege meine Füße jetzt wieder hoch und bewege mich vermutlich nur noch um wenige Zentimeter.

Bis bald!

Surfen lernen ist garnicht so leicht

Mittwoch, 27.02.2013

Hallo ihr!

Mit einiger Verspätung geht es jetzt dann doch endlich weiter hier!

Letzten Donnerstag gab es eine Paradevorführung dessen was passiert, wenn Amerikaner Geburtstag feiern.
Selbstverständlich wurde im Studententreff "Belizas" (oder so ähnlich) reingefeiert.
Am nächsten Morgen sind tatsächlich früher oder später alle aus ihren Zimmern gekrabbelt und so konnte man dann den Abend revue passieren lassen.

Dem entsprechend langsam ging alles am Freitag.
Nach einem zweistündigen Sprung ins Meer sind wir dann zu einem ethiopischen Restaurant gegangen, das uns empfohlen wurde.
Dazu kann ich nur sagen, absoluter Geheimtipp! 
Das Ambiente wirkt eher als säße man im Partykeller des Familienhauses. Wackelige Stühle, Tische mit Plastiktischdecken und noch vieles wodurch man einen ersten Eindruck versauen kann.
Da der Speiseraum allerdings im Hinterzimmer eines Supermarktes in einem fragwürdigen viertel liegt stellt man sich anfangs die Frage ob es eine gute Idee war hier her zu kommen.
Der Kellner/Supermarktangestellte kommt an den Tisch und nimmt die Getränke auf.
Da er in seinem Supermarkt keinen Alkohol verkauft, geht er für etwaige Bestellungen auch mal in einen der Nachbarläden und kauft das Nötige dort ein.
Nachdem er die Getränke an den Tisch gebracht hat, verschwindet der gute Mann wort- und spurlos.
Langsam fängt es an lecker zu riechen und in dem Moment, in dem man aufstehen und nachfragen möchte was als nächstes passieren soll, kommt er mit Tabletts durch die Tür die ihresgleichen suchen.
Darauf findet man einiges das man kennt, aber nicht wiedererkennt und einiges dass man zu erkennen glaubt aber nicht kannte. Und natürlich dieses wunderbar leckere und praktische gerollte Brot mit der Anmut eines plattgefahrenen Schwamms.
Besteck - fehlanzeige! Das Brot wird in Stücke gerissen und damit greift man dann nach allem, was einem lecker erscheint. (Bilder folgen noch)
Dabei kann man nach meiner Einschätzung auch keine Fehler machen, denn wirklich alles auf unserer Platte war phänomenal lecker.
Der Kellner/Supermarktangestellte erscheint dann noch das eine oder andere mal um nachzufragen, ob alles schmeckt oder man hiervon oder davon gerne noch etwas Nachschub möchte. All-you-can-eat ist hier offenbar die Devise.
Die Krone wird dem ganzen von einem Kampfpreis von 50 Rand pro Person aufgesetzt.

Ausreichend gestärkt sind wir am Samstag Vormittag aufgebrochen nach Jeffreys Bay. Wer surfen oder einfach nur mit oder durch riesigen Wellen schwimmen möchte, ist hier genau richtig.
Nachdem wir zuerst drei Autos für die Fahrt dorthin gemietet hatten, haben wir schnell gemerkt dass Kommunikationsschwierigkeiten uns ein Auto zu viel beschert haben.
Zurückgeben war dank der freundlichen Mitarbeiter bei der Autovermietung "Thrifty" kostenlos und kein Problem.
Unser Mietwagen

Ein Kleinstwagen für 4 Personen und zwei Tage kostet übrigens 200 Rand p.P.
Rechtslenker fahren ist zwar ungewohnt aber nicht schwierig, macht aber enorm spaß.
Nach 90 Minuten Fahrt kamen wir endlich in J-Bay an.
Die Besitzerin unseres wirklich tollen Hostels "Crystal Cove" ist ein wenig.....anders, aber sehr freundlich. Allgemein kann ich dieses Hostel guten Gewissens weiterempfehlen.
Küche Wohnbereich Crystal Cove Schlafzimmer Blick vom Balkon
Nach 90 Minuten Vollgas in den Wellen gingen wir abends noch zu "Nina's real food" essen. Gut und lecker zu anständigen Preisen ist glaube ich eine passende Beschreibung.
Der Surfkurs am nächsten Tag war leider schon ausgebucht.  Panorama

Daher sind wir dann zu einem Wasserfall mit Badesee gefahren. Die Fahrt dahin wurde zu einer Odyssee, hat sich aber auf alle Fälle gelohnt. Auf unserer Odyssee ...treffen wir auf wilde Tiere
Obwohl der Wasserfall in Ermangelung von Regen sehr mager ausfiel hat es uns doch gute 2 Stunden Spaß beschert von den Klippen aus ins Wasser zu hopsen und wieder hinauf zu krebsen.
Beeindruckender Wasserfall Reisegruppe am Abgrund Sprung von einer der Klippen Klippen und See

Die Rückfahrt haben wir auf der R102 zurückgelegt. Diese Straße entlang zu fahren, ist wie durch nahezu alle möglichen Regionen innerhalb weniger Kilometer zu fahren. Man sieht das Meer, steppenähnliche Regionen bis hin zu Regenwaldähnlichem Bewuchs. Einfach unglaublich!
Kaum breiter als ein Auto Heimfahrt auf der R102 Heimfahrt aus J-Bay

Gestern war ein Tag zum nichts tun und so wird heute vermutlich auch wieder.
Der einzige feste Punkt ist, irgendwann ans und ins Meer zu gehen.
In den nächsten Tagen will ich aber mal eine Surfschule vor Ort finden um einen Surfkurs zu machen, solange es noch richtig schön warm ist. 

Mit diesem Bild überlasse ich euch dann mal wieder dem Schnee, und wünsche euch noch eine schöne Woche!

Die Routine machts

Mittwoch, 20.02.2013

Guten Abend miteinander!

Es ist schon wieder 5 Tage her, dass ich das letzte mal etwas veröffentlicht habe.

Seither ist wieder einiges passiert. Ich habe nun endlich Kissen und Decke. Es ist zwar eigentlich warm genug um ohne zu schlafen, aber ein bisschen Luxus muss sein...
Das ganze habe ich in einem Tagesausflug geschafft der mich nicht nur um eine Garnitur Bettwäsche bereicherte sondern auch um die Erkenntnis, dass man sich seinen Taxifahrer selbst aussucht und mit der Entscheidung leben muss.

Geschichten über das Meer habt ihr vielleicht schon satt, aber ich kann davon nicht genug bekommen und habe es tatsächlich geschafft den berühmten Tunnel in den brechenden Wellen zu sehen. Und ich muss sagen, das hat was fesselndes.
Auch wenn es einem in dem darauf folgenden Strudel 3kg Algen in die Hose spült...
Beachview

Samstag abend waren wir dann noch kollektiv auf einer Studentenparty.
Und diese internationalen Studenten wissen wie man feiert. Das muss man ihnen einfach lassen. Das einzige was ich vermisst habe, war ein Arschbombenwettbewerb vom Balkon herunter in den vor lauter Papp- und Plastikbechern gekippten Pool. Cool

 Am Sonntag hatten wir unseren ersten afrikanischen, 5-stündigen Stromausfall.
Alle die mussten fingen plötzlich an unkontrolliert Milch und Eis in sich hinein zu schütten.
Und was machen junge Erwachsene wenn der Strom ausfällt? Sie spielen Kinderspiele!
Unseres hieß Sardines, lief aber im Wesentlichen ab wie normales Verstecken. Das kann sich aber auf einem so weitläufigen Grundstück auch ganz schwierig gestalten.

Ein Tipp von mir, nehmt euch in Afrika bloß nichts vor, was einen engen Zeitplan hat. Das klappt nicht. Hier existiert ein ganz eigenes Zeitmanagement. So wartet man für eine 7 Minuten Taxifahrt schon mal 40 Minuten auf ein Taxi, das angekündigt hat in 5 Minuten da zu sein.

Gestern waren wir an einer Pinguinauffangstation. Kann ich nur empfehlen, auch wenn man nur näher an die Tiere herankommt als im Zoo, haben die freiwilligen Helfer dort doch einiges interessantes zu erzählen.
Pinguinauffangstation_Samrec Samrec 

Das Spiel gestern abend habe ich im Lighthouse live verfolgt. Sogar hier gibt es deutsche Bayern-Fans die sich danebenbenehmen.
Wer entspannt Fußball schauen, Billard spielen oder bowlen möchte, sollte dort hingehen und eventuell auch ein "Bucket" bestellen in dem sich ein Sixpack Bier mit einem Haufen Eis für 70 Rand (etwas mehr als 6 Euro) tummelt.

Am Wochenende wollen wir nach Jeffreys Bay gehen und dort mal testen ob uns Surfen gefällt. Aber davon dann mehr im nächsten Eintrag.

Ich hoffe ihr könnt es noch ertragen, dass ich hier bisher einen richtig coolen Urlaub mache, aber ich kann euch beruhigen.
Es macht immernoch Spaß!
Ja, das bin ich

Eine schöne Restwoche und bis bald! 

Im Süden nix Neues

Freitag, 15.02.2013

Hallo liebe liebende,

Ja, die freudige Nachricht von Zuhause hat auch mich in Afrika erreicht!
Erstmal Herzliche Glückwünsche auch auf diesem, meinem Weg.
Aber wagt es nicht mich um ein Fest zu prellen! War das die Intention?!? Lächelnd 

Seit meinem letzten Eintrag hat sich überraschend wenig getan.

Ich musste ein Südafrikanisches Bankkonto eröffnen, damit mir die Universität die Studiengebühren erstatten kann.
Die gute Nachricht dabei ist, dass ich damit also eine gut aufgestellte "Event-Kasse" habe, mit der ich mir alle möglichen lebensgefährlichen Dinge leisten kann.
Ich hoffe ihr habt mich gut in Erinnerung, denn ich plane von Tiger streicheln über Bungee-jumping und Elefanten reiten, bis hin zum Hai-tauchen alles mitzunehmen was mich umbringen oder verletzen könnte.
Und hier kommt die beruhigende Nachricht: Das haben andere vor mir auch schon überlebt... Zwinkernd

Das Braai am Sonntag mit dem ich letztes mal so schön angegeben habe hat nicht stattgefunden.
Stattdessen hat es so heftig geregnet, dass das Dach über der Terrasse nicht mehr standhielt und auf der 45 Quadratmeter großen Terrasse das Wasser am Ende 4-5 cm hoch stand.
Ich hab das Spektakel genutzt und eine im Regen stehende Couch für eine Couchdusche genutzt. Kann ich übrigens sehr weiterempfehlen!

Gegrillt wurde trotzdem. Gestern im Red Location Backpacker in den Townships gabs Musik, Tanz, Getränke und traditionelle Grillspezialitäten.
In den Genuss von Strauß, Krokodil und Co bin ich aber nicht gekommen.

Die Tage dazwischen habe ich mit administrativer Bürokratie und bürokratischer Administration verbracht, bis endlich klar war wann wer wo was tun muss um am Ende doch weder einen Studentenausweis, noch eine Versicherungskarte aus Südafrika zu bekommen.

Auf der anderen Seite habe ich jetzt ein vorläufig festes Thema für mein Praktikum bei VW Südafrika.
Ich bin nicht sicher ob ich das hier einfach veröffentlichen darf, weshalb ich mir das bis zum nächsten Eintrag erstmal verkneife.
Aber ihr könnt schonmal euer Englisch trainieren, denn das Thema muss man entweder 3 mal schell oder 1-2 mal langsam durchlesen bis man wirklich verstanden hat, dass ......findet es selbst raus

Angeln kann man hier übrigens richtig gut. Ich meine, ich hab noch nix gefangen aber schon einen Haufen Sinker, Haken, Köder und so weiter an Fische verloren.
Im Moment steht es also zwar Afrikanische Fische  3 : 0  Andi , aber ich werde aufholen. Schließlich bekommt man hier eine Angellizenz für umgerechnet 6 Euro.

Ich gebs ja zu, es ist schon einiges passiert.
Leider hab ich kaum Bilder gemacht, aber wer es noch nicht gemerkt hat; ich habe einige in der Dropbox zur Verfügung gestellt und hoffe ihr habt eure Freude daran.

Fast hätte ichs vergessen! Ich habe an dem Straßenmarkt aus dem letzten Beitrag ein paar Rüben oder Kartoffeln gekauft.
Habs getestet und lebe noch. Allerdings bin ich mir über die heilende Wirkung nicht sicher. Aber wer weiß was passiert wäre wenn ich die Knolle nicht kleingehackt und mit heißem Wasser aufgegossen als Tee getrunken hätte.
Schmeckt jedenfalls hauptsächlich nach heißem Wasser und dann ne ganze Weile nach nix bevor sich ein leicht erdiger Geschmack einstellt.

Alles in allem bleibe ich bei meinem vorläufigen Resümee, dass Südafrika ein wirklich schönes Fleckchen Erde ist, zu dem sich eine Reise auf alle Fälle lohnt.

Das war ein blödes Ende!
Deshalb geh ich jetzt raus auf die Terrasse, und häng meine Plauze zusammen mit einer kühlen Flasche meines Lieblingsbieres in die sommerliche Abendsonne und sinniere über ein besseres...
So oder so ähnlich
Ein schönes Wochenende wünsche ich euch, und bis bald!

 

P.s: Kommentare sollten jetzt auch möglich sein ;-)

Township

Sonntag, 10.02.2013

Hallo Freunde,

Es ist Sonntag und das heißt ich habe Zeit. Jede Menge.
Deshalb mal ein kleiner Rückblick über das, was ich mal wieder erlebt habe.

Seit ihr das letzte Mal von mir gehört habt ist einiges passiert.
Zuerst einmal habe ich jetzt einen anständigen Internet-Stick. Damit ist es sogar möglich anständig zu skypen!
Das Teil bekommt man von einem Typen namens Philip. Den bekommt man entweder von anderen Studenten oder von Taxifahrern empfohlen.

Weiterhin war ich zwei mal am Meer. Und glaubt es oder nicht, ich bin noch nicht so heftig verbrannt wie man meinen sollte. Strand am Boardwalk in PE
Wellenreiten ist hier eine ganz große nummer und im Moment versuche ich mich noch als "human bodyboard". Einige haben aber auch vor sich ein Brett zu kaufen.

Gestern waren wir alle auf einer Bustour durch die Stadt und die Townships rund herum.
Der Bus trug die Aufschrift "Hakuna Ma Tata", hatte selbstverständlich keine Klimaanlage und sah erstmal aus wie ein waschechter Seelenverkäufer.
Nach 10 minuten waren alle im oberen Deck im eigenen Saft gegart, und nach ca 45 Minuten hatten wir den ersten Halt.

Ich muss sagen die Leute, und besonders auch die ganz Armen in den Townships, sind echt nett und überhaupt nicht gefährlich oder sowas.Wir haben dort mit einigen Kindern gespielt und uns mit den Leuten unterhalten.Manche haben auch noch etwas am Straßenmarkt gekauft. Da gabs dann sachen die alle selbsverständlich irgendeine heilende Wirkung auf diverse Organe haben. Mal abwarten....
Township Museum

Für heute steht jedenfalls nicht viel auf dem Programm.
Ein bisschen Einkaufen und heute Abend ein Braai (Barbecue, Grillfest) mit meinen Mitbewohnern nachdem wir auf der Wiese gegenüber Fußball gespielt haben.

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag, und denkt immer daran:
"Auch wenns bei euch furchtbar kalt ist und schneit, hier scheint die Sonne trotzdem." 

Weg...

Dienstag, 05.02.2013

Guten Morgen!
Mein erster Tag in Afrika beginnt standesgemäß mit strahlend blauem Himmel und gefühlten... 17,3°C. Vielleicht auch 17,4°C. (Im Schatten)
Ortszeit: 8.42 Uhr (Ich bin wohl doch ne Stunde voraus!)
Meine Pläne für heute sind zur Uni zu gehen und dort einen zweistündigen Kurs über mein Leben zu besuchen, ein paar dinge zum Leben zu kaufen; achja und mein Gepäck von der Airline wieder zu bekommen.

Stimmt! Mein Gepäck ist weg.
Das hat Vor- und Nachteile. So bin ich zum Beispiel dank meines verlängerten Flughafen-aufenthaltes, einer der wenigen die schon eine Handy-Prepaid-Karte haben.
Sowas braucht man wenn man ohne Gepäck, Handy oder Internet irgendwo steht und keinen Plan von nix hat.

In diesem, meinem Gebäude leben insgesamt 10 Studenten und im Gebäude nebenan, das auch noch dazu gehört nochmal 10. Die kommen selbstredend aus allen Ecken der Welt. Da wären Amis, Norweger, Spanier, Südafrikaner,
Deutsche (ja ich bin nicht allein). --> Amtssprache: Englisch
Ich habe hier ein Zimmer nur für mich allein, das absolut groß genug ist, und wir haben hier Aufenthaltsräume und eine überdachte Terrasse, die wirklich bombastisch sind!

Langer Rede kurzer Sinn, mir geht es gut und langweilig wird mir auch nicht.
Bis ich meinen Koffer wieder habe lautet die oberste Regel: "Nicht schwitzen!"

In diesen Sinne,

Hoffentlich schneit ihr zuhause nicht ein!

Koffer gepackt

Mittwoch, 30.01.2013

Haltet mich ruhig für verrückt, aber mein Koffer ist voll und jetzt auch zu und ich mach ihn erst wieder in Afrika auf.

Nachdem sich herausgestellt hat, dass ich in einer Villa mit Pool, unbegrenztem Internetzugang und Putzfrau lebe die ganz nebenbei nur einen Steinwurf vom Meer entfernt ist bin ich umso heißer auf den mir bevorstehenden "Urlaub".

Wer sich das ganze mal ansehen möchte, meine Adresse ist:

31 Southport, Port Elizabeth, Südafrika

 

Wir sehen uns dann morgen!
Bis dahin, "Es lebe der Neid!" Cool